• Sonne, Herbst und fallende Seen
vom: 10.10.2008 17:09


Endlich mal wieder gemeinsam Urlaub! Collie träumte seit der Weltausstellung 2000 in Hannover davon, das "Land der fallenden Seen", das sie im kroatischen Pavillon bewundern durfte, selbst zu besuchen. Also beschlossen wir, Collies Herbstferien zu nutzen, und nach Kroatien zu fahren, um uns den Nationalpark Plitvicer Seen näher anzusehen.
Da der Weg quer durch Österreich führt, beschlossen wir, am Wörthersee halt zu machen und zunächst dort zwei Nächte zu verbringen. Also mieteten wir uns im "Hotel City" in Villach ein. Alles in allem also die ganz große Senioren-Tour, hehe.
Villach ist lauschig, vor allem die Innenstadt mit den diversen Gässchen hatte es uns angetan. Tip: Wer mal dort ist, soll unbedingt im Brauhaus in der Bahnhofstraße einkehren und den Zwickel, das Gulasch und den Kaiserschmarrn probieren.
Vom Wörthersee selbst hatten wir uns beide mehr erwartet. Na gut, er ist da, er ist groß, am einen Ende ist Velden, am anderen Klagenfurt, und irgendwie isses halt doch eher unspektakulär, aber ganz hübsch. Ein Besuch auf der Halbinsel Maria Wörth und der dortigen Walfahrtskirche rundeten das kleine Rentner-Touristen-Programm ab.
Tja, dann mit dem Auto weiter durch den Karawankentunnel, und schon fährt man auf perfekten Autobahnen durch Slowenien, das einen wirklich guten Eindruck macht. Dann über die Grenze mit Passkontrolle usw., und endlich ist man in Kroatien - und weg sind die Autobahnen, zumindest wenn man zu den Plitvicer Seen will. Kurvige Landstraße machte die letzten Stunden der Fahrt aus.
Wir mieteten uns in der vorab reservierten Pension "Marko" ein, und waren ziemlich entsetzt, als man uns zunächst mal unsere Ausweise wegnahm - angeblich um sie zu registrieren (was in Kroatien in der Tat Pflicht ist), vielmehr aber als Pfand, damit hier auch keiner abreist, ohne zu bezahlen. Das erschien uns zu unsicher, so ohne Pass in fremdem Land, also zahlten wir im Voraus, und schwupps tauchten auch die Pässe wieder auf. Wenn die Tuss an der Rezeption uns das jetzt noch erklärt hätte, und nicht einfach die Ausweise kassiert, hätte es ein schöner erster Tag in Kroatien sein können. Sei`s drum, fünf bis sieben Pelinkovac halfen über den ersten Schock hinweg.
Die beiden nächsten Tage verbrachten wir im Nationalpark, der mit 110 Kuna Eintritt (ca. 15 Euro) immer noch recht preiswert ist. Überhaupt war Kroatien nicht teuer - halber Liter Bier 2 Euro, Schnaps 3 cl 1 Euro, da kann man sich`s gut gehen lassen.
Wir wanderten im Park zig Kilometer, waren eigentlich die ganze Zeit über wegen des herrlichen Wetters klitschnass geschwitzt, und den Lohn unserer Mühen kann man in der Fotogalerie bewundern. Kroatien ist eine Reise wert, und der Nationalpark Plitvicer Seen ist ein wirklich wunderschöner Ort.